Ernst, aber nicht hoffnungslos

Im letzten Heimspiel der Saison erwarten die Drittligadamen des MTV 1860 Altlandsberg am Samstag die Vertretung des TSV Wattenbek. Die Aufsteigerinnen der Vorsaison haben, so ganz anders als die Altlandsbergerinnen, eine glänzende Serie hingelegt und grüßen kurz vor Schluss von Rang 4 der Tabelle. Dennoch kann es für die MTV-Damen nur eine Marschrichtung geben: Die Partie muss gewonnen werden.

Ernst, aber nicht hoffnungslos

Im letzten Heimspiel der Saison erwarten die Drittligadamen des MTV 1860 Altlandsberg am Samstag die Vertretung des TSV Wattenbek. Die Aufsteigerinnen der Vorsaison haben, so ganz anders als die Altlandsbergerinnen, eine glänzende Serie hingelegt und grüßen kurz vor Schluss von Rang 4 der Tabelle. Dennoch kann es für die MTV-Damen nur eine Marschrichtung geben: Die Partie muss gewonnen werden.

Es ist die nunmehr dritte Saison, in der die Frage des Klassenerhalts für die Altlandsberger Drittligadamen zum Wimpernschlagfinale gerät. Zweimal konnte man erst in der Relegation das rettende Ufer erreichen. Eigentlich sollte man bei den Grün-Weißen so langsam eine gewisse Routine im Umgang mit dieser unschönen Zwangslage entwickelt haben. Oder um es mit den ersten drei Paragraphen des Kölschen Grundgesetzes zu sagen: Et es wie et es. Et kütt wie et kütt. Et hätt noch immer jot jejange.

Gerade letzteres ist am Samstag aber gar nicht mehr so sicher. Ausschlaggebend dafür war en gros die gesamte bis hierher eher mehr als weniger unterirdische Saison und en detail die für alle Seiten vollkommen unerwartete aber leider dennoch vollkommen verdiente Niederlage zu Hause gegen die Tabellenletzten aus Hildesheim. Seitdem haben es die MTV-Damen nicht mehr in der Hand, den Klassenerhalt aus eigener Kraft sicherzustellen.

Direktester Konkurrent um den gerade noch rettenden neunten Tabellenplatz ist nun die TSG Wismar. Durch den Sieg über Schwerin und den unerwarteten Punktgewinn in Owschlag gegen O-K-T, hat die TSG derzeit zwei Punkte Vorsprung vor dem MTV. Was aber noch kein Beinbruch sein muss, denn den direkten Vergleich gegen Wismar haben die MTV-Mädels für sich entschieden. Und da die Tabelle bei Punktgleichheit auf Basis des direkten Vergleichs berechnet wird, müssen die Grün-Weißen an Punkten mit Wismar nur gleich-, um tabellarisch an ihnen vorbei zu ziehen.

Klingt aufs erste Lesen machbar, ist beim zweiten Nachdenken so einfach aber nicht. Erstens müssen die Altlandsbergerinnen gewinnen. Also etwas, das sie in dieser Saison noch gar nicht so oft und zu Hause tatsächlich seltener als auswärts gemacht haben (drei Auswärtserfolgen steht sage und schreibe bisher ein einziger in der heimischen Erle gegenüber). Dazu haben sie noch exakt zwei Chancen. Samstag gegen Wattenbek, die aber nicht zufällig auf Rang vier stehen und zuletzt beispielsweise Wismar mit 43:24 oder O-K-T mit 38:25 nach Hause geschickt haben. Und dann bereits am 1. Mai in Henstedt-Ulzburg.

Aber sollte Wismar seine letzten beiden Spiele ebenso bestreiten wie der MTV, gibt es an Wismar kein Vorbeikommen mehr. Altlandsberg muss, so unschön es klingt und sich anfühlt, selbst gewinnen und auf Niederlagen der Konkurrenz hoffen. Denn tatsächlich können bei ganz unglücklichem Verlauf auch Schwerin (die den direkten Vergleich zusätzlich für sich entschieden haben) und sogar Hildesheim den MTV noch hinter sich lassen.

Zum Glück hat Altlandsbergs neuer Coach, Helmut „Enno“ Röder für apokalyptische Schwarzmalerei gar nichts übrig. „Ich bin nach wie vor ganz optimistisch“, betont der erfahrene Übungsleiter. „Die Mannschaft hat sich in den vergangenen zwei Spielen deutlich verbessert und stabilisiert präsentiert. Jetzt müssen sich die Mädels nur noch selbst belohnen. Vor 14 Tagen waren sie ganz knapp davor, als sie gegen Alstertal einen sechs Tore Rückstand zur Pause in der zweiten Halbzeit nicht nur wettmachen, sondern vier Minuten vor Schluss selbst in Führung gehen konnten. Leider fehlte ganz am Ende das letzte Fünkchen Glück. Ich bin aber sicher, dass wir am Samstag auch gegen eine hervorragende Truppe wie die aus Wattenbek etwas reißen können. Natürlich weil wir es müssen, vor allem aber weil wir es können.“

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