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Starker Sieg mit Schwächen

Neues Jahr – Neues Glück, so dachten wohl viele als es an das erste Spiel des Jahres 2018 gingEs war praktisch ein Nachholspiel aus der ‚Hinrunde‘, da der Gegner, der Oranienburger HC, um Verschiebung des ursprünglich angesetzten Spiels bat. Da unsere Mädels den Gegner nun noch überhaupt nicht kannten war man unsererseits natürlich auch gespannt auf den neuen Gegner. Nachdem nun klar war, daß für die Erwachsenen-Mannschaften der Brandenburgliga der Frauen am 6.Januar kein Spiel haben, stand der Nachholtermin fest und mit entsprechend verstärktem Kader rückte Oranienburg an. Das der Gegner mit der ‚Erle‘ fremdeln würde stand nicht zu erwarten, da etliche Spielerinnen des Gegners das Ambiente bereits aus den Spielen der Frauenmannschaften sehr gut kannten und auch insgesamt das Durchschnittsalter der Oranienburger „A-Jugend“ wohl zwischen 1 bis 1,5 Jahre über dem unseres Teams gelegen habe dürfte – aber Damen gegenüber Fragen des Alters aufzuwerfen gilt zu Recht als deutlich unhöflich…

Wie dem auch sei: offensichtlich liessen sich unsere Mädels wohl vom Anblick der anderen A-„Jugend“ deutlich irritieren und agierten zunächst erkennbar mit viel zu viel Respekt, Nervosität und Unsicherheit. Zwar stellte man wieder eine gute und bewegliche Abwehr, ließ sich aber auch zunächst durch etliche überharte Aktionen der Gegnerinnen einschüchtern – glücklicherweise zeigte das Schiedsrichtergespann hier sofort eine klare Linie auf, was dem Spiel erkennbar gut tat.

Fakt ist aber, daß unser Team bis zur Neunten Minute überhaupt nicht ins Spiel kam und es nur unserer agilen Abwehr zu verdanken war, daß der Gegner mit nur 3 Toren vorlegen konnte. Dann aber kam der ‚MTV-Zug‘ ins Rollen und binnen zwei Minuten war nicht nur der Ausgleich erzielt, sondern sogar die Führung errungen. Das Geheimnis des Erfolges waren hier schnelle Erfolge über die erste und gelegentlich auch die zweite Welle, mit denen unsere Mädels praktisch bis zum Spielende ihre Gegnerinnen immer wieder zu überraschen vermochten.

Ab der vierzehnten Minute wurde die Führung nicht mehr hergegeben und so ging es beim 12:8 zunächst zur Halbzeit in die Kabine. Hier erfolgte zunächst einmal deutliches Lob für die bis hierhin gezeigte Leistung, zugleich aber auch ein motivierender Ansporn, daß man die eigenen Stärken noch besser herausstellen sollte nebst der Ankündigung in der zweiten Halbzeit auch einmal mit anderen Spielern in der Aufstellung zu experimentieren.

Frischen Mutes ging es in die zweite Hälfte und man legte erst einmal mit mehreren schnellen Aktionen einen schönen 4-Tore-Lauf hin, bevor der Gegner wieder zum Zuge kam, aber bis zur vierundvierzigsten Minute konnte ein schöner 10-Tore-Vorsprung herausgearbeitet werden. Nun erfolgten wie angekündigt einige Wechsel sowohl von der Bank als auch in den Feldpositionen, was sich aber nur bedingt als gute Idee entpuppte. Einige Spielerinnen hatten Probleme jetzt ins Spiel zu kommen und die Fehlerquote stieg drastisch an.

Oranienburg nahm diese ‚Einladung‘ natürlich dankend an und kämpfte sich bis zur vierundfünfzigsten Minute zäh wieder auf fünf Tore heran und liess wieder Hoffnungen auf einen eigenen Erfolg aufkommen. Hier hielt dann aber unser Trainerteam mit erneuten Umstellungen und eine Neuordnung der Reihen und Spielgedanken in einer Auszeit ein klares Zeichen und jetzt verteidigten unsere Mädels tapfer ihren Vorsprung und die Oranienburger Aufholjagd wurde wirksam ausgebremst. Das Endergebnis von 24:20 verdient, trotz der zeitweiligen Schwächephasen zu Beginn der ersten und in der Mitte der zweite Halbzeit, in Anbetracht der bereits geschilderten Gesamtumstände höchsten Respekt.

Ähnlich fiel die Sicht des Trainerteams in der Gesamtauswertung aus, auch wenn einzelne klare Kritikpunkte addressiert wurden und wohl demnächst im Training konzentriert angegangen werden. Aus der Zuschauersicht von außen fielen zudem auch die zahlreichen unnötig verworfenen Chancen ins Auge und auch das nur 4 von insgesamt sieben 7-Metern im Tor landeten lag praktisch nicht an der gegnerischen Torhüterin sondern an eigenen Fehlwürfen – auch hier sollte vielleicht noch etwas geübt werden. Aber insgesamt kann man trotz der Defizite das gezeigte Spiel als ausgesprochen hochklassig, wenn nicht sogar, in Anbetracht der angesprochenen Umstände, als ‚höherklassig gespielt‘ würdigen – für das nächste anstehende, sehr schwere Duell, könnte eine verlässliche Basis gelegt sein!

Am Spiel nahmen teil:

Alina, Anna K. (8 Tore), Anna M. (1), Carolin (Tor), Bonnie, Florentine, Freya (Tor), Joy (4), Julia (1), Katharina (1), Madelaine (4), Melanie (5), Pia, Romina

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