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Handballjugend auf Reisen

Bericht von Anne Ruhmland

Vom Freitag, 30.06. bis Sonntag, 02.07. war ein großer Teil der Jugendabteilung des MTV in das KiEZ am Frauensee gefahren, um die Saison anständig zu beschließen. Insgesamt 83 Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahren schlugen sich durch wechselhaftes Wetter und höchste Anforderungen. Und die Herausforderungen waren anspruchsvoll: es galt einen Hindernisparcour zu bewältigen, ein Turnier zu absolvieren sowie einen Show-Act vorzubereiten – und das alles mit wild zusammengewürfelten Teamkollegen.

Aber alles der Reihe nach: zunächst gab es am Freitagnachmittag ein großes Wuhling vor der Erlengrundhalle, denn – Kinder, Eltern und Gepäck standen bereit, nur der Bus fehlte. Zeit, noch mal schnell auf Toilette zu gehen und das Gepäck zu checken. Als der Bus dann anrollte, wurden Gepäck und Kinder verstaut und los ging es durch den ein oder anderen Regenguß, Trainer und Betreuer im Schlepptau.

Im KiEZ standen dann Bungalowaufteilung und –bezug sowie das Abendessen auf dem Programm, die Mutigsten testeten bereits die Badestelle, denn es war zwar bewölkt und nass/feucht, aber zum Glück nicht kalt. Nach dem Abendessen gab es einen ersten Höhepunkt: 80 Kinder und Jugendliche wurden auf vier Mannschaften verteilt, deren erste Aufgabe die Namensfindung war. Es wurde gebrainstormt, diskutiert, abgestimmt und am Ende gab es Team „Alpha“ (mit Teamchef Morton), Team „Bob entscheidet“ (Teamchef Bonnie), Team „Selbsthilfegruppe“ (Teamchef Sarah) und Team „Superkrasse Honigschnitten“ (Teamchef Fabi). Als erste Aufgabe wurde bekanntgegeben: jedes Team sollte sich einen Beitrag zur MTV-Abendshow am nächsten Abend überlegen. Großes „Oh Gott“, „Hähh?“ und „Ach du Sch….“ – dann war Freizeit angesagt.

Über die Nacht ist nichts bekannt, Trainer und Betreuer des Chefbungalows starteten den Samstag dann mit einem Bad im See,  zu dem Anton (F-Jgd) richtigerweise feststellte: „…hier kann ich gar nicht baden gehen, das ist doch ein Frauensee…“ Die Männer störte das nicht im Geringsten und den Kindern/Jugendlichen war das wohl auch reichlich egal, denn nach dem 7:30 Uhr(!) –  Frühsport, bei dem die Mädels der A/B-Jugend alle (Kinder) in Schwung brachten, gab es einen kleinen Run auf den See.

Vormittags stand dann das Hindernisrennen auf dem Plan. Die vier Teams sollten einmal auf Zeit! den See umrunden, dabei gab es vier Stationen zu absolvieren. Sie mussten sich verknoten lassen und dann selbst wieder entknoten, sie mussten mit verbundenen Augen und lediglich angeleitet durch die Teamkollegen eine Mission Impossible erledigen, ohne Berührungen durch ein Spinnennetz kommen und konnten Punkte beim Zielfliegen erzielen. Diverse Zusatzaufgaben wie Entengang mit Handfassung oder Huckepackslalom erschwerten das Ganze. Dabei zeigte sich, wie gut die Teams zusammen und miteinander überlegten, planten, kämpften, sich halfen und liefen und sie übertrafen das erste Mal die Erwartungen der meisten Betreuer, denn wenn wir ehrlich sind, hatten wir (vielleicht bis auf Bernd) schon einige Bedenken, ob das ein oder andere nicht zu weit, zu schwer, zu anspruchsvoll oder sonstwas sein würde. Aber diese Bedenken pulverisierten die Teams in No Time! Richtig fix ging es um den See, schnell, erfolgreich und kreativ absolvierten sie die einzelnen Stationen. Jedes Team konnte an einer anderen Station glänzen, ein Riesenkompliment geht dabei vor allem an die älteren Jugendlichen, die die jüngeren und jüngsten Teamkameraden unermüdlich angeleitet, angefeuert, unterstützt und sogar getragen haben. Mit allen Zusatzaufgaben und Gutschriften ergab sich folgende Platzierung:

  1. Die Superkrassen Honigschnitten in 40:54
  2. Bob entscheidet in 46:21
  3. Team Alpha in 51:00
  4. Selbsthilfegruppe in 60:28

 

Damit ging es in die verdiente Mittagspause – Zeit, die Akkus aufzuladen, die Showeinlagen zu proben oder einfach zu baden, spielen, schwätzen…

Ab 15 Uhr traten die vier Teams in vier Sportarten gegeneinander an: Tischtennis, Kuscheltierkeschen, Fußball und Tauziehen. Ein straffer Turnierablauf lag sowohl vor den Sportlern als auch den Trainern und Betreuern – die Teams wurden nochmals geteilt und dann ging es los. An den Tischtennisplatten ging es im Chinesisch darum, solange wie möglich „drin“ zu bleiben, um dadurch Punkte für das eigene Team zu sammeln. Auf dem Bolzplatz ging es natürlich um Tore, wobei die Mannschaften ihre Mitspieler rotieren lassen mussten – eine besondere Herausforderung für die Teams und die Schiedsrichter (hier noch mal Respekt an A & A, die das souverän geleitet haben). Auch im Tauziehen ging es um Punkte, die die Mannschaften gegeneinander und in Zweierkombinationen erkämpfen konnten. Als neue olympische Disziplin wurde das Kuscheltierkeschen eingeführt, bei dem ein Team per Schleuder Kuscheltiere über ein Volleyballnetz befördert, wo auf der anderen Seite das andere Team Punkte dadurch sammelt, dass es diese Kuscheltiere per Kescher auffängt. Und auch hier überzeugte die Jugend die Alten: es wurde ernsthaft und mit Hingabe um Siege und Punkte gespielt und gekämpft, dabei gleichzeitig Rücksicht genommen und auf alle Mitspieler und Gegenspieler geachtet. Natürlich gab es Blessuren, kleinere Kriegsverletzungen und schmutzige Klamotten, weil sich wirklich jeder (beim Tauziehen im wahrsten Sinne des Wortes) reinhängte, aber es blieb ein Miteinander von Groß und Klein, kräftig und schmächtig und es hat uns Betreuern und Trainern großen Spaß gemacht, dabei zu sein. Schade, dass wir nicht an allen Stationen gleichzeitig zuschauen und anfeuern konnten!

Turnierergebnisse

Platz Mannschaft Fußball Tauziehen Kuscheltierkeschen Tischtennis Gesamt
1. Alpha 23 14 60 18,5 115,5
2. Selbsthilfegruppe 3 9 64 19,75 95,75
3. Superkrasse Honigschnitten 13 13 44 16,54 86,45
4. Bob entscheidet 8 18 42 15,8 83,8

 

Nach dem Abendessen und der Auswertung/Siegerehrung für das Turnier war die Bühne frei für die Aufführungen der Mannschaften. Auch das ein Programmpunkt, dem wir Betreuer mit etwas Skepsis entgegensahen (hier hielten Kerstin und Bernd das Banner für die Jugend hoch). Und auch hier – Überraschung! Die Teams hatten sich richtig was einfallen lassen und ihre Auftritte gut geübt. Und wir hatten uns noch gefragt, wo sie denn alle nach dem Turnier hin waren? Alle weg, niemand auf dem Spielplatz, dem Beachplatz oder irgendwo zu sehen. Offensichtlich hatten sich alle gut sichtgeschützte Plätzchen für die Proben gesucht, damit ja keiner abschauen konnte. Die Show war dann ein Hammer.

Den ersten Auftritt hatte sich Team Alpha mit dem ersten Platz beim Turnier erkämpft und Team Alpha versorgte uns mit mehreren Programmpunkten á la Wetten dass… Es gab Fußballjongleure, Bottle-bouncing, Akrobatik mit Handständen und Radschlägen, alles präsentiert vom Moderatorenteam Pia und Morton. Einer der Höhepunkte – der Radschlag des Moderators auf unerbittliches Flehen des Publikums. Bisschen flau war dir vorher schon, oder Morton?;-) Abgeschlossen wurde diese Showeinlage mit einer kleinen Quizshow zur Kernkompetenz des fachkundigen Publikums: Fragen zum Handballspiel.  Team Selbsthilfegruppe präsentierte natürlich eine Selbsthilfegruppenveranstaltung – „Hallo, ich bin der Tobi“ – „Hallo Tobi.“ – „Ich bin hier, weil ich Angst vor Wänden habe…“ oder Tobias Schmidt: „Ich spiele zu viel.“ Die Superkrassen Honigschnitten hatten den Gangnamstyle im Programm sowie einen Limbo, den alle geschmeidig absolvierten. Team Bob entscheidet hatte den Makarena wiederentdeckt, die Hüftschwünge insbesondere der männlichen Fraktion waren sensationell! Die C-Jugend-Jungs in der letzten Reihe schienen dabei  das Ziel zu verfolgen, sich in die hölzerne Rückwand der Bühne einzuarbeiten. Beim Free-Style-Headbanging waren dann aber alle mit Feuereifer dabei. Abgeschlossen wurde die Show mit einer Witzparade, von der die Spandarine und Fabio, die Katze wohl im Gedächtnis hängenbleiben werden.

Der Sonntag trödelte nach dem Frühstück geruhsam aus, während einige Kinder und Jugendliche sich im Laufe des Vormittags verabschiedeten, nahmen andere noch das Schnitzel zum Mittag mit und hofften tatsächlich, insbesondere die Jüngeren und Jüngsten auf eine nochmalige Gelegenheit, kleines Geld am Kiosk lassen zu können, wofür sie sogar eine Weile demonstrativ (allerdings leider umsonst) am geschlossenen Kiosk anstanden.

Für uns Trainer und Betreuer war es trotz einiger Aufregungen und Unsicherheiten im Vorfeld ein tolles Wochenende, wir haben mit den Mädels und Jungs unserer Jugendmannschaften gemeinsam einen schönen Saisonabschluss gestaltet und uns bleibende Erinnerungen verschafft;-). Ideen für das nächste Jahr gibt es bereits, einige Programmpunkte wie das Lagerfeuer oder eine Showperformance des Trainerteams stehen ja aus diesem Jahr noch aus.

Bis zum nächsten Jahr also…

In den Teams spielten…

Bob entscheidet Die superkrassen Honigschnitten Die Selbsthilfegruppe Alpha Trainer/ Betreuer
Bonnie Beier (A)

Moritz Ahland (C)

Leon

Ole Schmiedel (C)

Erek Lange (D)

Danell Ludwig (E)

Julia

Jolina

Celina Linse (D)

Jule (F)

Steve

Alexandra Pantelidi (F)

Arne Schmiedel (D)

Fabio Tonini (C)

Jonas Zschärn (D)

Anton Richter (E)

Gustav (E)

Eric Flug (A)

Noah (?)

Lilli Teubert (D)

Ben Willim (E)

Fabienne Jundel (A)

Julia Raddatz (A)

Caro Siegel (D)

Amy Passing (E)

Arthur Hahn (E)

Tobi Leibrich (E)

Angelina (C)

Tom (C)

Tony (C)

Alina (F)

Annalena (F)

Nino Greulich (F)

Maximilian Bartz (C)

Ian Passing (C)

Steve Düsterhöft (D)

Anton Langenbach (F)

Paul

Anthony Witt (D)

Julien Schernell (D)

Sarah Willim (F)

Lea (F)

Sarah Pudel (A)

Freya Wagner (A)

Lotti

Anina

Hannes Hassler (F)

Romy Porep (F)

Diana Pantelidi (F)

Leni Lehmann (E)

Leon Freitag (C)

Moritz Bauer (C)

Nils Flug (E)

Tommy-Lee Hengst (D)

Tobi Schmidt (D)

Nick Pudel (D)

Niels Lecloux (C)

Nele Baars (E)

Josi Konrath (E)

Lucas

Nic Körber (F)

 

 

Morton Ullmann (C)

Jenna Hauck (E)

Pia Waterstradt (A)

Celina Bakowski (D)

Matti Stöcker (A)

Michèle

Lina Kaszuba (F)

Noah Zschärn (D)

Leni Bröker (E)

Maja Staskowia (D)

Sina Bergatt (F)

Till Hassler (F)

Paul Langenbach (D)

Steve Kölbl (C)

Niklas Dühring (C)

Tom Krüger (C)

Hannes Richter (C)

Leon Pascal Karow (E)

Erek Cybulski  (E)

Yandel Majjefgi (E)

Alex Koch

Andrej Kilx

Bernd Tobeck

Robert Jex

Kerstin Leibrich

Sabine Stohf

Anne Ruhmland

André Willim

Eric L.

Marvin T.

 

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