Komponist

Karl-Heinz Wendorff, der Carl von Breydin - unser Hymnenmann

Seit vielen Jahren erklingt sie in der Erlengrundhalle vor jedem Spiel des MTV Altlandsberg, die von Karl-Heinz Wendorff, dem Carl von Breydin komponierte, getextete und gesungene Hymne „MTV für immer“

Wer ist dieser Karl-Heinz Wendorff und warum hat er diese Hymne geschrieben? Karl-Heinz Wendorff ist ursprünglich Diplomlehrer für Sport und Geschichte von Beruf, wechselte aber Mitte der 80iger Jahre die Seiten und wurde hauptberuflich Moderator, Sänger, Komponist & Textautor. Besonders die Moderationen von Sportevents hatten und haben es ihm angetan. So moderierte und kommentierte er u.a. viel große Radsportevents (Friedensfahrt, die Tour de Berin, Winterbahn- und Berliner Sechstagerennen), Leichtathletikhöhepunkte (Berlin Marathon, 25 km von Berlin & den Berliner Friedenslauf), war Sprecher bei den Bundesligavolleyballern vom SC Charlottenburg (heute Berlin Volleys) CJD Berlin (Frauen ehemals SC Dynamo) und Innova Berlin. Bei den Volleyball-Europameisterschaften 1988 in Berlin saß er am Mikrofon. Auch im Handball hinterließ er seine Spuren und kommentierte mehrere Saisons bei Blau-Weiß Spandau (damaliger Bundesligist). Auch Stadionsprecher beim 1.FC Union war er während zweier Spielzeiten.

Der Älteren von euch werden ihn aber auch noch als Moderator der Fitnessshow „Medizin nach Noten“ im DDR Fernsehne kennen, in der er täglich abertausende Zuschauer zum Mitmachen animierte.

Persönlich gilt seine Leidenschaft dem Handballsport. Schon als kleiner Steppke stand er von 1958 bis 1961 im Tor von Traktor Ruhlsdorf (Barnim) über die Zwischenstation eines erfolgreichen Leichtathleten mehrfacher Jugendbezirksmeister des Bezirkes Frankfurt/Oder im Kugelstoßen und Diskuswerfen, sowie 6. der DDR Jugendmeisterschaften im Kugelstoßen 1963 fand er im Rahmen seines Sportstudiums an der Berliner Humboldt-Universität wieder zum Handball. Sein erster Trainer in der Mannschaft HSG Humboldt-Uni war damals Rudi Szyska. Mit der Uni Auswahl, die vom Weltmeister Klaus Dieter Matz trainiert wurde, gewann er bei den DDR Studentenmeisterschaften als Torwart die Silbermedaille.1968 wechselte er den Verein und spielte fortan bei der BSG NARVA Berlin in der höchsten Berliner Spielklasse. Hier kam es zum ersten Aufeinandertreffen mit Traktor Altlandsberg. In unzähligen „Handballschlachten“ stand man sich nun in den 70er Jahren gegenüber. Es waren immer spannende, aber faire Spiele. Beide Mannschaften waren, auch über das Spielfeld hinaus, stets freundschaftlich verbunden. Man konnte einfach miteinander. Dreimal wurde Wendorff mit NARVA Berliner Meister und stieg in die DDR Liga auf: Diese „Gastspiele“ waren aber meistens von kurzer Dauer und so sah man sich nach einer oder zwei Spielzeiten schon wieder. Auch nach dem Karriereende Ende der 70ger Jahre brachen die Kontakte nicht ab und Wendorff verfolgte weiterhin mit Interesse das Geschehen in Altlandsberg. Im Jahre 1998 zog er wieder in seine Heimat in den Landkreis Barnim und die Kontakte mit dem neuen MTV 1860 Altlandsberg wurden wieder aufgefrischt. Insbesondere die Gespräche mit dem damaligen langjährigen Handball Abteilungsleiter Andre Witkowski waren sehr fruchtbar. Auf dessen Bitte hin begann Wendorff nun auch die eine oder andere Veranstaltung des MTV zu moderieren In besonderer Erinnerung sind ihm die Moderationen der Eröffnungsfeier der Erlengrudhalle mit dem SC Magdeburg und die Feierlichkeiten im Rahmen von 150 Jahre MTV Altlandberg geblieben. In dem Jahr als Ferencs Remes Trainer der Frauen wurde entstand dann die Hymne, die bis heute, was Wendorff besonders stolz macht immer noch regelmäßig erklingt.

Inzwischen, kürzlich 70 Jahre alt geworden, ist er immer mal wieder in der Erle mit seiner Frau bewaffnet mit Notizblock und Kamera zu sehen. Es entstehen viele spannende Fotos, die versehen mit Infos, auf seinem FB Account WEN-PRESS jederzeit abrufbar sind.

Denn einmal MTV = Immer MTV

MTV für immer!