Ein Tag mit viel Neuem

Ein Tag mit viel Neuem

Dieser Samstag (15.7.17) brachte für unsere A-Mädels einen Tag mit viel Neuem. Ankerpunkt des Tages war ein kleines Handballturnier in Schwedt – das war nun sicherlich erst einmal nichts Neues für unser Team. In einem wirklich sehr gut organisiertem Rahmen trafen hier vier Mannschaften aufeinander um sowohl die alte Saison abzuschliessen als auch die neue Saison vorzubereiten – aber zu den Spielen selbst später mehr.

Was war denn nun das Neue? Nun, zunächst sah man im festgefügten Kader der letzten Jahre einzelne neue Gesichter … hoffen wir, daß solche Verstärkungen zusätzliche Power ins Team bringen. Dann die wichtigste Neuerung: die Mädels haben mit Michél Mölter nunmehr einen neuen Trainer, der die gute Aufbauarbeit des vorherigen Trainerteams zweifelsohne als solide Basis für einen weiteren erfolgreichen Weg der Mannschaft nutzen können wird. Die Mädels und ihr Trainer hatten sich zwar schon in dem einen oder anderen Training „beschnuppert“, sich als Spieler und Mannschaft dem Trainer gegenüber aber auch in einem echten Match präsentieren zu können, ist bestimmt aber noch einmal etwas Anderes. Und auch der Trainer vertiefte bei einer solchen Gelegenheit den Kennenlernprozess von seiner Seite indem er, das nächste Neue, einfach mal Spielerinnen auf ‚ungewohnten‘ Positionen einsetzte und sich vorgegebene Spielvarianten demonstrieren liess um für sich auszuloten, wo noch Potential zu aktivieren sein könnte.

Zu den einzelnen Spielen selbst soll vielleicht nicht allzuviel gesagt werden. Es wurde einmal Hin- und einmal Rückrunde über jeweils 15 Minuten gespielt, die Gegnerinnen waren der Gastgeber SSV PCK 90 Schwedt, der HC 52 Angermünde und der Templiner SV Lok. Alle Mannschaften agierten auf einem recht gleichartigem Leistungsniveau, was ein spannendes Turnier versprach. Unsere Mädels konnten mit einem 5:0 Sieg in ihrem Auftaktspiel auch einen deutlichen Achtungspunkt setzen und die Hinrunde als ‚Tabellenführer‘ abschliessen, auch wenn sich bereits ein gewisses Problem mit einem einzelnen Schiedsrichtergespann abzeichnete. Spannend war hingegen als Zuschauer zu beobachten, wie unsere Mädels mit ihren zum Teil ungewohnten Positionen klarkamen und auch die für jedes Spiel vom Trainer separat angesetzten Abwehrvarianten 3-2-1, 6-0, 5-1 jeweils recht gut demonstrierten.

Dann die Rückrunde: Templin wollte die ‚Klatsche‘ wohl nicht so stehen lassen und verstärkte seinen zweifelsohne recht knappen Kader kurzerhand mit Spielerinnen aus dem Fast-Frauenbereich – das war nun eine Kampfansage an unsere Mädels, der sie sich tapfer entgegenstellten. Zwar geriet man schnell in Rückstand, kämpfte aber tapfer und liess den Mut nie sinken, auch wenn das Templiner ‚Jugendteam‘ durch sehr harte Körpereinsätze gezielt unsere Spielmacherinnen auszuschalten versuchte. Das bereits erwähnte ‚bewährte‘ Schiedsrichtertam sorgte zudem durch zahlreiche fragwürdige Entscheidungen zuverlässig dafür, daß einerseits unsere Angriffe wegen angeblicher Schrittfehler schnell endeten, andererseits körperliche Attacken des Gegners praktisch kaum Ahndungen fanden und der Templiner Angriff wirklich auch sicher zum Torerfolg führte, auch wenn man dafür geschlagene drei Minuten vor unserer Abwehr hin und her spielen musste und der Abschluss dann auch noch mit beiden Beinen im Kreis stehend erfolgte. Für diesen „verdient erkämpften“ Sieg klatschten sich dann nach dem Spiel die Schiedsrichter noch demonstrativ mit der Templiner Fankurve ab … der Chronist möchte sich hierzu jeden weiteren Kommentar sparen.

Das letzte Spiel des Tages war dann auch das Entscheidende gegen die Gastgeberinnen. Letztlich trug Schwedt hier einen klar verdienten knappen Sieg davon – aus Zuschauersicht dies vor allem, weil man als Mannschaft noch einen kleinen Tick besser agierte als unsere Mädels, während unser Team vor allem durch große individuelle Leistungen und Aktionen punkten konnte. Letzteres wurde auch bei der abschließenden Siegerehrung dadurch unterstrichen, daß die Wahl sowohl der besten Spielerin als auch der beste Torhüterin des Gesamtturniers mit Madelaine und Freya auf Mädchen aus unserer Mannschaft fielen. Wenn hier noch das Agieren als Mannschaft noch besser zustande kommt, dürfte unser Team optimistisch in die Zukunft blicken.

Der neue Trainer Michél konnte sich natürlich bei so einem Turnier auch schon das Erste Mal etwas mehr mit den begleitenden Eltern und Fans ‚beschnuppern‘, was glaube ich auf allen Seiten zu positiven ersten Eindrücken führte, und ließ sich spontan auch schon zu einem kleinen Turnierkommentar für den Turnierbericht hinreissen:

„Für mich als Trainer galt das heutige Turnier in Schwedt als Orientierungs- und Beobachtungsturnier. Trainer und Team wissen nach dem heutigen Tag wie wer funktioniert!

Zusätzlich und voller Freude durfte ich mich erstmals mit den Eltern und Familien unterhalten, welche mit genauso viel Leidenschaft bei ihren Töchtern sowie diesem Sport dabei sind. Jegliche Unterstützung wurde angeboten, was für mich ein ganz großes und tolles Feedback ergab. Damit wurde der Start in die harte Vorbereitungsphase eingeläutet, welche besonders in der Offensive und der Athletik ihren Fokus haben wird.“

Vielen Dank, Michél, für diese Worte, die hier auch den Abschluss bilden sollen – lasst uns alle gespannt in die kommende Saison schauen und auch dem neuen Trainer für seine umfangreichen Aufgaben, die sich nicht nur auf unsere Mädels erstrecken, die Daumen drücken.

Bild oben: Wenn schon Eine ein zugeschwollenes Auge hat, ist halt der Rest der Mannschaft solidarisch

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