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Ein Handballspiel dauert 60 Minuten

Die 2. Damenmannschaft des MTV 1860 Altlandsberg unterliegt der Vertretung aus Doberlug-Kirchhain am Ende mit 30:24 (13:13) deutlich zu hoch und hätte angesichts ihrer Leistungssteigerung zur Vorwoche und den ersten 40 Minuten ein besseres Resultat verdient gehabt.

Vom Start weg bot sich den Zuschauern in der Stadthalle in Doberlug-Kirchhain ein ausgeglichenes Spiel beider Mannschaften. Nach 8 gespielten Minuten stand es auf der Anzeigetafel 4:4 und auch in den folgenden Minuten bis zum Stand von 9:9 in der 20.Spielminute zeichnete sich immer wieder das gleiche Spielgeschehen ab. So waren es mal die Damen aus Doberlug-Kirchhain die ein Tor vorlegten, welches postwendend direkt durch die MTV-Damen wieder egalisiert wurde und mal gestaltete sich der Torestand auch andersherum. Deutlich absetzen konnte sich in dieser Phase des Spiels keine der beiden Mannschaften. Die Abwehr der Altlandsberger Damen stand solide und im Angriff schaffte es Angela Greulich auf der Mittelposition sowohl ihre Halbspielerinnen Sandra Mettcher und Jana Richter immer wieder in Szene zu setzen als auch sich selbst durch einen gewaltigen Schlagwurf in die Torschützenliste einzutragen. So wurden sehenswerte Tore durch alle Rückraumakteure in Zusammenarbeit mit einem hervorragenden Stellungsspiel von Franziska Bartl am Kreis erzielt. Durch eine unglückliche 2-Minutenstrafe gegen die Damen des MTV konnten die heimischen Damen nun allerdings das erste Mal auf 13:10 in der 27.Spielminute erhöhen. Doch auch davon ließen sich die Gäste aus Märkisch-Oderland nicht beirren und stellten bis zur Halbzeit den Gleichstand zum 13:13 wieder her.

An die Leistung mit der man in die Kabine gegangen ist wollte man auch mit einigen kleinen Optimierungen in der zweiten Halbzeit wieder anknüpfen. Soweit passten Theorie und Praxis dann auch bis zum Stand von 18 zu 18 in der 40.Spielminute zusammen. Das bisherige Repertoire der MTV Damen wurde erweitert, sodass auch Kathleen Sommer und Katharina Zschocke über die Außenbahnen zum Torerfolg kamen. Was dann allerdings geschah lässt sich vermutlich nur mit einer Aneinanderreihung von ungünstigen Bedingungen erklären. So konnte zunächst eine Zweiminutenstrafe für beide Teams durch die Damen aus Doberlug-Kirchhain besser genutzt werden um sich bis zur 45.Minute mit zwei Toren zum 21:19 abzusetzen. Zu allem Unglück vergaben die Unparteiischen in einer bis dato ausgeglichenen und fair geführten Partie in der 50. und 52.Minute die nächsten Zeitstrafen gegen die Damen des MTV II. In dieser entscheidenden Phase des Spiels konnten sich die erfahrenen und eingespielten Damen aus Doberlug-Kirchhain dank einer vierminütigen Überzahl dann erstmals bis auf  25:21 in der 54.Spielminute absetzen. Seitens der Damen aus Märkisch-Oderland war es dann vor allem Svenja Tscherniewski, die von der halblinken Position durch sehenswerte Treffer aus dem Rückraum die Initiative auf Seiten des MTV II ergriff.

Noch waren 6 Minuten zu spielen und die MTV-Damen, angeführt durch Trainer Michél Mölter, stimmten sich in einem Time-Out ab und beschlossen Bälle durch einer offensivere Abwehr zu erkämpfen und schnell zum Torerfolg zu kommen. Der erste Teil des Plans ließ sich auch noch ganz gut in die Praxis umsetzen. So wurden technische Fehler im Angriff der Damen aus Doberlug-Kirchhain erzwungen und Bälle erkämpft. Diese dann allerdings bis zum gegnerischen Tor zu bringen gestaltete sich etwas schwieriger. So wurde der ein oder andere Ball im schnellen Angriff bereits wieder den Damen aus Doberlug-Kirchhain überlassen, welche diese Chance natürlich dankend annahmen und ihrerseits dann auch noch das spürbar glücklichere Händchen hatten wenn es darum ging die Bälle im Tor unterzubringen. In der 57. Minute war das Spiel dann beim Stand von 27 zu 21 entschieden. Trotz dessen, dass nun Doberlug-Kirchhain das Spiel in Unterzahl beendete konnte man zum Schluss den Torunterschied von 6 Toren bis zum Endstand von 30 zu 24 nur noch halten.

Dass man nun mit 4 Minuszählern auf dem neunten Platz der Tabelle in der Brandenburgliga steht, sollte dennoch keinen Anlass geben nervös zu werden. Denn das Zusammenspiel im Positionsangriff konnte in dem erst zweiten Pflichtspiel der neu formierten Mannschaft im Gegensatz zur Vorwoche deutlich verbessert werden. Die zweiwöchige Pause bis zum nächsten Spiel in heimischer Halle am 08.10.2017 um 13.45 Uhr gegen Teltow-Ruhlsdorf werden die Damen des MTV II nun ausgiebig nutzen, um auch das Zusammenspiel in schnellen Angriffen aufeinander abzustimmen. Wer den Kader des MTV II kennt wird auch die individuellen Stärken aller Spielerinnen richtig einordnen können. Und mit jedem Pflichtspiel und Training wächst die Mannschaft was das Zusammenspiel auf dem Feld angeht zusammen und wird damit als ernst zu nehmender Gegner die kommenden Spiele bestreiten.Das erklärte Ziel ist sich in der Tabelle nun Stück für Stück nach oben zu arbeiten.

Der MTV II spielte mit:

Maika Noack (TW), Yvonne Willim (TW), Fabienne Pelzer (TW); Angela Greulich (1); Svenja Tscherniewski (4); Jana Richter (9); Sandra Mettcher (4); Franziska Bartl (2); Katharina Zschocke (2); Nicole Hoffmann, Kathleen Sommer (2); Katharina Hillmann

 

Bericht von Jana Richter

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