EIN ABSCHIED – FÜR IMMER?

EIN ABSCHIED – FÜR IMMER?

Anfang dieses Monats erreichte den 1. Vorsitzenden des MTV, André Witkowski, eine unschöne Mitteilung. Absender war Leitungsmitglied Robert Czaplinski, der ankündigte, seine Leitungstätigkeit beim MTV zum Ende dieses Jahres leider einstellen zu wollen. Besser gesagt: einstellen zu müssen.

„Das ist natürlich genau die Art Post, auf die man zum Jahresende gut und gerne verzichten kann“, gibt André Witkowski zu Protokoll. „Auch weil Robert, abgesehen von seiner für den MTV so wichtigen Arbeit im Bereich Design und Formgebung eigentlich sämtlicher Medien unserer Handballabteilung, mir mittlerweile auch ganz persönlich ein guter Freund geworden ist.“

Eine Empfindung, die Robert Czaplinski voll und ganz teilt: „Die Arbeit für den und die Erfahrungen beim MTV haben entscheidend dazu beigetragen, dass ich mich sowohl beruflich als auch persönlich weiter entwickelt habe. Aber selbst wenn das alles nicht wäre, die Freundschaft zu und mit André wäre den ganzen ehrenamtlichen, sehr zeitintensiven Einsatz wert gewesen.“

Zeit ist letztlich aber auch ein Hauptgrund, weshalb Robert Czaplinski eine sozusagen handballerische Auszeit einlegen muss: „Ich bin bei der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt, auch dort mit Engagement und Leidenschaft bei der Sache und möchte mich als junger Mensch natürlich auch als Führungskraft weiter entwickeln.

Nicht weniger wichtig ist für mich, junger Vater zu sein, der seine Familie nicht nur von Ferne beobachten möchte. Da der Tag aber nun mal nur 24 Stunden hat, ist nach beinahe sechs Jahren MTV der Moment gekommen, wo ich kurz innehalten und Prioritäten setzen muss.“

„So leid mir Roberts Entscheidung auch tut, so sehr muss ich seine Argumente respektieren“, sagt André Witkowski, der letztlich dafür verantwortlich ist, dass Robert Czaplinski überhaupt beim MTV angefangen hat. Damals waren die 1. Damen noch in der 2. Bundesliga aktiv, waren gerade Vize-Meisterinnen geworden und es stand die Frage an, ob sich die Mannschaft an der Relegation zum Aufstieg in die 1. Liga beteiligen soll. Auch wenn diese Frage letztlich negativ entschieden wurde, war klar, dass sich die Außendarstellung der 1. Damen und mit ihr, die der gesamten Handballabteilung professionalisieren musste. Oder um es mit den Worten Robert Robert Czaplinskis zu sagen: „Die Marke MTV muss konsequent auch über die Grenzen Altlandsbergs hinaus an die Frau und an den Mann gebracht werden.

Das Stichwort lautet, neudeutsch, Corporate Design. Und genau daran hat sich Robert seitdem mit Eifer abgearbeitet. Heute gibt es so gut wie nichts, das der Außendarstellung der MTV-Handballabteilung dient, dass nicht durch die Hände Robert Czaplinskis gegangen wäre: „Ob es das Erlengrundecho ist oder der regemäßige Sponsoren-Newsletter, die Saisonflyer, die Mannschaftsfotos der Leistungsteams, die MTV-Website oder das Spieltagsplakat, die Gestaltung der Fan-Artikel oder die Farbgestaltung unserer Medien, all das und wahrscheinlich noch vieles mehr habe ich gemacht.“

Dass dabei der größte Teil der Arbeit darin besteht, erst einmal die zündende Idee zu haben und diese dann auch noch adäquat und im Rahmen der Möglichkeiten umzuseten, sieht man leider dem fertigen Produkt nicht mehr an. Auch hier gilt die alte Faustregel: 10 % Inspiration und 90 % Transpiration. Und alles eherenamtlich!

Jetzt also erst einmal eine Auszeit vom Tagesgeschäft MTV. Aber ist es ein Abschied auf Dauer? „Sicher nicht“, sagt Robert Czaplinski. Vor allem, wenn man wie ich die grün-weiße Seele inzwischen ganz tief verinnerlicht hat.“

 

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