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Die Schiris habens gerichtet…

Letzten Sonntag durften unsere Mädchen der A-Jugend ihr zweites Spiel der Saison bestreiten – es ging gegen den SV Lok Rangsdorf. Das das Spiel am Ende mit derart vielem Ärger, Unverständnis und Kopfschütteln sowohl bei Spielerinnen, Trainerteam und Zuschauern enden würde war aber vorab sicherlich nicht absehbar.

Aber versuchen wir zunächst einmal die nüchternen Fakten darzulegen: Auch wenn das Rangsdorfer Team zahlreiche deutlich ältere und erfahrerne Spielerinnen aufbieten konnte spielten beide Mannschaften im Wesentlichen auf gleichem technischen Niveau und mit hohem Tempo – aufgrund ihrer deutlicheren Erfahrung mag man sogar dem Rangsdorfer Team einen minimalen Vorsprung in diesen Themen zugestehen … woraus resultierte dann aber die doch deutliche Niederlage mit 23:33 Toren (Halbzeit: 12:16)?

Nun, auch das beste Team vermag es nicht praktisch die ganze Spielzeit in mindestens doppelter Unterzahl zu spielen! Während die Rangsdorfer Mädels in einheitlichen grauen Trikots aufliefen, sahen sie sich das ganze Spiel durch zwei zusätzliche ‚Spielerinnen‘ in grünen Trikots, welches sich gegenüber den Zuschauern als „Schiedsrichter“ darzustellen versuchten, tatkräftig und erfolgreich unterstützt. Dem Zuschauer erschloss sich schlichtweg nicht, nach welchem Regelbuch diese beiden Damen auf der Platte zu agieren vermeinten – das des HVB oder des DHB dürfte es definitiv nicht gewesen sein!

Während Anwürfe unsererseits mehrfach wegen angeblicher Schrittfehler der stehenden Spielerin abgepfiffen wurden, war es nach Rangsdorfer Torwürfen völlig egal ob zuvor fünf oder gar sechs Schritte erfolgten – das Tor zählte selbstverständlich! Rangsdorf beim Torwurf im Kreis stehend? Egal, Tor zählt! Eine Rangsdorfer Angreiferin rennt und springt das ganze Spiel über immer wieder mit der Schulter voran direkt in unsere stehende Abwehrspielerin hinein – nach dem neuen, unbekannten ‚Regelkatalog‘ ist dies natürlich kein Stürmerfoul sondern wird mit einem Siebenmeter für Rangsdorf belohnt. Werden unsere Angreiferinnen hingegen am gegnerischen Kreis von hinten gehalten oder durch einen kräftigen Stoss in den Rücken zu Boden gebracht, durften wir nur in seltenen Fällen mit einem Freiwurf rechnen … eher erhielt für diese gelungenen Aktionen Rangsdorf den Ball. Rangsdorfer Abwehr steht im Kreis? Egal, es zählt nur, daß der Angriff abgewehrt wurde und Rangsdorf darf sich über den Ball freuen. Und wenn ein Rangsdorfer Angriff tatsächlich mal abgepfiffen wird, darf eine Rangsdorfer Spielerin nach dem Pfiff trotzdem erst einmal den am Boden liegenden Ball aufnehmen und in die ersten Zuschauerreihen werfen um so ohne die Gefahr einer Sanktion den Rangsdorfer Rückzug zu sichern. Ansonsten lief auch vor unserem Tor die Zusammenarbeit gut, denn die Abfolge ‚Pfiff‘ – ‚Warten bis Rangsdorf einen 7m fordert‘ – ‚7m geben‘ war auch immer wieder sehr einprägsam. Vielleicht sollte die Videoaufnahme dieses Spiels als schönes Dokument des noch unveröffentlichten ’neuen Regelkatalogs‘ herangezogen werden….

Bei allem Ärger ist zumindest positiv zu vermerken, daß sich unsere Mädels trotz des tatkräftig herbeigeführten Resultats in keinem Moment den Schneid und den Kampfeswillen abkaufen ließen und jederzeit auf die moralische Unterstützung der Tribüne rechnen konnten – wofür Mannschaft und Trainer über den Chronisten ausdrücklich ihren Dank ausrichten möchten. Positiv auffallend auch, daß bis auf unsere Torhüterinnen jede Spielerin unseres Teams zeigte, daß sie erfolgreich Tore zu werfen vermag.

Am Spiel nahmen teil:

Alina (1 Treffer), Anna K. (4), Anna M. (2), Bonnie (1), Carolin (Tor), Florentine (1), Freya (Tor), Joy (5), Julia (2), Katharina (1), Madelaine (1), Pia (2), Sarah (3),

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3 Responses

  1. Thomas Klatt

    Emotionen sind in unseren Sport das Salz in der Suppe. Schließlich sind sie es, die eine volle Halle mitfiebernder Zuschauer bescheren. Ohne Schiedsrichter hätten die allerdings gar nichts zu sehen. Die beiden Schiedsrichterinnen haben in einem kämpferischen Spiel mit vielen technischen Fehlern im Sinne des Spiels viel laufen lassen, und zwar auf beiden Seiten. Sie haben auch nicht jede etwas übermotivierte Aktion in der Deckung progressiv bestraft, und zwar wiederum auf beiden Seiten. Ich persönlich habe mich bei den beiden Unparteiischen im Anschluss an die Partie für diese Linie mit Augenmaß bedankt. Die Niederlage ist aus meiner Sicht ganz sicher nicht der Spielleitung geschuldet. Da wir hier eine sehr kritische Meinung publiziert haben, ist es aus meiner Sicht geboten, eine andere Einschätzung, die von vielen geteilt wird, zu veröffentlichen. Die Verteilung der Zeitstrafen von 4:3 rechtfertigt jedenfalls nicht die Einschätzung, das eigene Team habe permanent in Unterzahl agiert.

    Thomas Klatt
    Abteilungsleiter

  2. Ricarda

    Ich kann dem Autor nur zustimmen.Wir haben am letzten Wochenende in Rangsdorf genau die selbe Situation erlebt.Vielen Dank auch an die Schiedsrichterin aus dem Nachbarort von Rangsdorf

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